Rassenbeschreibung

Rassebeschreibung und viel Wissenswertes
über die Maine Coons

Die Maine Coon zählt zu den größten und schwersten Katzenrassen. In den USA hat ihr das den Beinamen „gentle giant“ (sanfter Riese) eingebracht. Häufig werden die USA als Ursprung der Rasse angegeben, ihre tatsächliche Herkunft ist aber weitgehend unbekannt. Wahrscheinlich scheint jedoch die Theorie, dass das Langhaar-Gen der Katzen aus Europa stammt und durch Schiffskatzen nach Amerika kam. Vielleicht ranken sich gerade wegen ihres nicht eindeutig geklärten Ursprungs gleich mehrere Legenden um die beliebte Rasse.

So existiert beispielsweise der Mythos, dass die Maine Coon aus der Verpaarung einer Katze mit einem Waschbär hervorging. Zustande kam diese biologisch unmögliche Behauptung vermutlich, da die Samtpfote mit ihrem buschigen Schwanz an einen Waschbären (engl. racoon oder coon) erinnert.

Eine andere Geschichte berichtet von einem gewissen Kapitän Coon, der Amerika bereiste. Wenn der Kapitän der Handelsflotte von Bord ging, folgten ihm angeblich seine langhaarigen Schiffskatzen. Wenn diese sich mit einheimischen Katzen paarten, soll ein daraus resultierender Wurf häufig mit den Worten „Schon wieder eine Coon-Katze!“ kommentiert worden sein.

Etwas wahrscheinlicher (und realistischer) erscheint die Legende, dass die Maine Coon mit der Norwegischen Waldkatze verwandt sein soll. Auch in dieser Theorie sollen sich Schiffskatzen mit einheimischen Katzen gepaart haben. Da sich die Rassen optisch tatsächlich ähneln, ist die Theorie vielleicht weniger abwegig, als die Verwandtschaft mit dem Waschbären.

Historisch belegt sind all diese Geschichten allerdings nicht. Fest steht nur, dass die Maine Coon bereits in den 1850er Jahren auf Landwirtschaftsmessen in Amerika zu sehen war und sich dort großer Beliebtheit erfreute.

Wer sich am äußeren Erscheinungsbild einer Maine Coon orientiert, glaubt schnell, es mit einer Wildkatze zu tun zu haben - und erlebt eine Überraschung.
Entgegen ihrem Aussehen sind Maine Coon nämlich sehr liebenswürdige und gesellige Tiere. Wird eine Maine Coon allein gehalten braucht sie sehr viel menschliche Zuwendung, die sie sich auch eindringlich - wenn auch unaufdringlich - verschafft.
Dabei reden Maine Coon sehr viel. Ihr Gurren und Maunzen begleitet einen ständig. Sie sind sehr umgänglich und verträglich mit anderen Hausbewohnern, verstehen sich prima mit Hunden und leben auch mit Kindern problemlos zusammen. Vorraussetzung ist natürlich, dass sie von klein auf aneinander gewöhnt sind.

Maine Coon sind zwar sehr menschorientiert, dabei aber immer unabhängig. Wer eine Schoßkatze sucht, ist mit einer Maine Coon schlecht bedient. Eine Maine Coon sucht zwar immer die Nähe und folgt einem von Zimmer zu Zimmer, untersucht alles was ihr Mensch macht, aber sie wird sich lieber auf einem Stuhl in der Nähe niederlassen, als sich auf den Schoß zu legen. Verlässt man den Raum, so wartet sie vor der Tür bis man wieder zurück ist. Wer einen Freund und Kumpel sucht, ist mit ihr bestens bedient.

Maine Coon sind entspannt und von einer angenehmen Leichtigkeit. Sie sind lebhaft und bleiben ihr Leben lang verspielt. Bietet man ihnen nicht genügend Spielmöglichkeiten, so finden sie selber welche. Alles ist interessant und wird einer Betrachtung ausgesetzt.

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